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21. Mai 2014

Über 100'000 Schweizer Kinder kennen Pico

Im Rahmen der Präventionskampagne „Das Wasser und ich“ besuchen seit 2006 Rettungsschwimmer als ehrenamtliche Wasserbotschafter Kindergärten und Horte in der ganzen Schweiz. Über 100'000 Kinder haben inzwischen die zehn Wasserbotschaften des kleinen Wassertropfens Pico gelernt. Dank diesen wissen sie, wie man sich im und am Wasser richtig verhält.

Im Rahmen der Präventionskampagne «Das Wasser und ich» der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG waren die Rettungsschwimmer bis heute insgesamt 5053-mal in allen Landesteilen ehrenamtlich im Einsatz. Zusammen mit dem fröhlichen Wassertropfen Pico haben sie bis heute über 100'000 Kindern gezeigt, wie man sich im und am Wasser richtig verhält.

 

Auf spielerische Weise lernen die Vorschulkinder den richtigen und respektvollen Umgang mit Wasser. Etwa, dass sie nur in Gewässer springen sollen, die sie kennen oder dass sie im bauchtiefen Wasser bleiben, bis sie gut schwimmen können.

 

Die zehn Wasserbotschaften werden so vermittelt, dass sie in Erinnerung bleiben. So berühren die Kinder beispielsweise bei der ersten Botschaft die Füsse, bei der zweiten die Knie, bei der dritten die Oberschenkel. Tatsächlich fällt es den meisten leicht, am Ende der Geschichte alle Botschaften wiederzugeben. «Wir wenden dabei eine Methode des Gedächtnistrainers Gregor Staub an. Das funktioniert sehr gut», freut sich Stéphanie Bürgi-Dollet, Leiterin Prävention der SLRG. «So bleiben den Kindern die Botschaften besser in Erinnerung». Nach dem Besuch erhalten die Kinder einen Pico-Ausweis und Info-Material für ihre Eltern, damit diese die Botschaften mit ihren Kindern zu Hause wiederholen – und ebenfalls auf das richtige Verhalten im und am Wasser aufmerksam gemacht werden.

«Das Wasser und ich» ist ein kostenloses Angebot für die Kindergärten in der ganzen Schweiz. Die Vorschulkinder im Alter zwischen vier und sieben Jahren wurden bewusst als Zielgruppe ausgewählt, wie die Kampagnen-Verantwortliche Stéphanie Bürgi-Dollet erklärt: «Denn in diesem Alter sind Kinder wissbegierig und erzählen zu Hause ihren Eltern und Geschwistern gerne, was sie gelernt haben.»

Kampagne «Das Wasser und ich» richtet sich auch direkt an die Eltern

Ertrinken ist generell bei Kindern die zweithäufigste Unfallursache mit tödlicher Folge. Noch zahlreicher sind Fälle von Beinahe-Ertrinken, bei denen die Kinder zwar gerettet werden, jedoch zum Teil mit schweren geistigen oder körperlichen Behinderungen konfrontiert sind. «Die weitaus meisten Badeunfälle ereignen sich, weil Eltern oder Betreuungspersonen zu wenig auf ihre Kinder aufpassen», weiss Prof. Dr. Johannes Mayr vom Universitäts-Kinderspital beider Basel, der das Projekt wissenschaftlich unterstützt.

Die SLRG-Kampagne «Das Wasser und ich» richtet sich mit ihren Präventionsbotschaften deshalb auch direkt an die Eltern. Vielen Erwachsenen ist nicht bewusst, dass sich ertrinkende Kinder nicht durch Schreien oder Gestikulieren bemerkbar machen. Deshalb wurde 2012, ermöglicht durch eine grosszügige Spende, der Kurzfilm «Lautloses Ertrinken» realisiert, der auf diese Gefahr aufmerksam macht. Neben bisher über 135'000 Zugriffen auf Youtube wurde er in Cannes mit einem Goldenen Delfin geehrt. Diesen Clip findet man auf www.das-wasser-und-ich.ch

Spender, Gönner, Paten, Wasserbotschafter und Kindergärten gesucht

Finanziell ist die Kampagne «Das Wasser und ich» vollständig von Stiftungen und privaten Spendern abhängig. Unterstützt wird sie durch Spenden, von Gönnermitgliedern und durch Projektpatenschaften.

Auch einsatzwillige Rettungsschwimmer sind aufgefordert (mit Brevet I oder Brevet Basis Pool), sich zu Wasserbotschaftern ausbilden zu lassen, um in Kindergärten und Horten aktiv zu werden.

Ebenso fordert die SLRG Kindergärten und Horte auf, Pico und die Wasserbotschafter für den dreistündigen Besuch zu sich einzuladen.

Alle, die sich für «Das Wasser und ich» engagieren wollen, finden weitere Informationen auf www.das-wasser-und-ich.ch. Dort und auf Youtube ist auch der kurze Film «WaBo im Einsatz» zu sehen, der den Besuch einer Wasserbotschafterin im Kindergarten auf anschauliche Weise zeigt.

Weitere Auskünfte und Fotos:
Philipp Binaghi
SLRG, Leiter Kommunikation und Marketin
+41 (41) 925 88 78
Stéphanie Bürgi-Dollet
SLRG, Leiterin Prävention
+41 (41) 925 88 77