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17. April 2014

52 Menschen ertranken im 2013 in der Schweiz

Der Sommer 2013 hatte zwar auf sich warten lassen, lockte dann aber mit intensiven Hitzetagen viele Menschen ans Wasser. Trotz der Präventionsarbeit der SLRG, sind im letzten Jahr 52 Menschen ertrunken. Das sind sieben Personen mehr als im Vorjahr.

Wasser kann  trotz seiner Schönheit gefährlich sein- daran erinnert die Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG immer wieder und engagiert sich kontinuierlich für die Prävention von Ertrinkungsfällen. Leider sind jedoch gemäss SLRG im Jahr 2013 39 Männer, 7 Frauen und 6 Kinder ertrunken. Das sind 7 Personen mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als der Durchschnitt von 46 über die letzten 10 Jahre. 24 Personen starben in Flüssen, 20 in Seen, 4 beim Tauchen und 4 in Hallenbädern.

Am meisten Ertrinkungsfälle ereigneten sich im Kanton Luzern (7) gefolgt von den Kantonen Waadt und Bern (je 6), Genf (5) und Zürich (4). Drei Personen ertranken im Kanton Wallis. Je zwei Ertrinkungsfälle ereigneten sich in den Kantonen Aargau, Fribourg, Graubünden, Neuenburg, Thurgau, Tessin und Uri. Und je eine Person ertrank in Baselstadt, Glarus, Nidwalden, St. Gallen, Solothurn, Schwyz und Zug. Aus den restlichen Kantonen sind der SLRG keine Ertrinkungsfälle gemeldet worden.

Präventionsarbeit «Aare you safe?»

Die SLRG arbeitet kontinuierlich daran, durch Präventionsarbeit und die Ausbildung von Rettungsschwimmern die Ertrinkungsfälle zu verhindern. Zwei Beispiel von Präventionsarbeiten im 2013 sind die Flusskampagne «Aare you safe» und die Übersetzung des Films «Lautloses Ertrinken» in Englisch. Und im Oktober zeichnete die Lebensrettungs-Gesellschaft zwei Personen für die Rettung von Menschen aus der Aare und aus der Limmat aus.



Gefahr Aare

Jeden Sommer verwandelt sich die Aare in ein riesiges Freiluftschwimmbad: Tausende von Bernerinnen und Bernern, von Auswärtigen sowie Touristinnen und Touristen lassen sich den Fluss hinuntertreiben und geniessen das kühle Nass. Leider ereignen sich immer wieder heikle Situationen und Ertrinkungsfälle. Deshalb lancierte die Stadt Bern im Sommer 2013 gemeinsam mit der SLRG und Bern Tourismus die Kampagne «Aare you safe?», um auf unkonventionelle Weise für die Gefahren in der Aare sensibilisieren.

«Drowning is quick and silent»

Kleine Kinder ertrinken lautlos. Fallen sie ins Wasser, geraten sie nicht in Panik und machen deshalb auch nicht auf sich aufmerksam. Das ist vielen Eltern und Betreuungspersonen nicht bewusst. Deshalb macht die SLRG mit dem kurzen, bewegenden Film «Lautloses Ertrinken» seit 2012 darauf aufmerksam. Der Film verzeichnet auf Youtube und auf der Projekt-Website grosse Beachtung - er erhielt mehr als 100'000 Clicks. Bisher gab es den Film in Deutsch, Französisch und Italienisch. Seit August 2013 ist er auch in der englischen Fassung «Drowning is quick and silent» zu sehen.

Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG ist die grösste Organisation für Wassersicherheit der Schweiz. Die von der ZEWO anerkannte gemeinnützige, humanitäre Organisation bezweckt die Unfallverhütung sowie die Lebensrettung aus allen Notlagen, insbesondere aus stehenden und fliessenden Gewässern. Mit 27'500 ehrenamtlichen Aktiv-Mitgliedern in allen Landesteilen arbeitet sie im Sinne des Rotkreuz-Gedankens und fördert dabei den Breitensport und die Jugendarbeit.

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