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29. August 2013

EM Silber für Schweizer Rettungsschwimmer

Silber für Fredi Tortosa sowie 11 Schweizerrekorde waren die erfolgreiche Ausbeute der Schweizer Nationalmannschaft an den Europameisterschaften im Rettungs-schwimmen im holländischen Den Haag.

Die diesjährigen Europameisterschaften im Rettungsschwimmen werden als eine der erfolgreichsten in die Geschichte der SLRG eingehen. Obwohl die Schweizer Rettungssport-ler in vergangenen Jahren mit mehr Medaillen Nachhause gekommen sind (2007 mit Gold und Silber und 2011 mit Gold und Bronze), konnten sich noch nie so viele Schweizer Athle-ten für die Finalläufe qualifizieren und solch eine hohe Anzahl an Rekorden (5 im Pool und 6 im Freigewässer) wurde bisher auch noch nie geschwommen. Die SLRG Schweiz konnte mit ihren Athleten unter der Leitung von Nationalmannschaftstrainerin Franzi Bösch (Ebnat-Kappel) in den vergangen 6 Jahren ganz klar durch eine beachtliche Leistungssteigerung auf die Europäische Spitze aufschliessen.

5 Schweizerrekorde im Pool

Bereits in der ersten Disziplin wurde der erste Rekord durch Annika Lindenmeyer (Menziken AG) im „50 m Retten einer Puppe“ gebrochen. Sie verbesserte Ihren eigenen Rekord um rund 2 Sekunden auf eine Zeit von 0:42,34 und erreichte den 21. Schlussrang, was ihr für eine Finalqualifikation nicht reichte. Den zweiten Rekord schaffte die Herrenstaffel in der „4 x 25 m Puppenstaffel“. Sie unterboten den alten Rekord von der

Pascal Stöckli (Bildmitte) erreicht beim „Board Race“ souverän den Finaleinzug hinter dem Niederländer Niels van Dalen.

EM 2005 um mehr als 3 Sekunden auf eine Zeit von 01:21,02. Die Herrenstaffel bestehend aus Stefan Megnet (Arth SZ), Manuel Saxer (Staufen AG) sowie Florian Frischherz und Pascal Stöckli (beide Lauerz SZ) hatte sich mit dieser hervorragenden Zeit als 5. schnellste Mannschaft für das A-Finale qualifiziert. Nicht nur in sämtlichen Staffeln konnten sich die Schweizer für A- bzw. B-Finals qualifizieren, sondern auch bei der Einzeldisziplin „100 m Lifesaver“ meisterten Stöckli und Frischherz den Finaleinzug. Die Schweizer Athleten vermochten auch am Nachmittag dem Druck der Finalläufe standhalten und verbesserten in allen gestarteten Disziplinen ihre Leis-tungen. Den Anfang machten dabei die Damen welche um Haaresbreite (5 Hundertstelse-kunden) den Schweizerrekord in der „4 x 25m Puppenstaffel“ verpasste aber mit dem 6. Schlussrang die Beste EM Platzierung in dieser Disziplin erreichten. Die Herren verbesser-ten ihren sehr jungen Rekord vom Vormittag nochmals und setzten den neuen Rekord auf 01:20,95. Somit verbesserte die Herrenstaffel den Rekord gesamthaft um 3.5 Sekunden und erreichten den 5. Schlussrang. Wenige Minuten später durften die beiden Innerschwyzer Frischherz und Stöckli gleich nochmals ins Wasser. In der Disziplin „100 m Lifesaver“ starte-ten die Lauerzer im B-Finale und erreichten den 14. (Stöckli) und 16. (Frischherz) Schluss-rang. Ausserdem verbesserte Stöckli seinen eigenen Schweizer Rekord im „100m Lifesaver“ um 23 Hundertstelsekunden auf 0:58.70. Den Abschluss machten unsere Rettungssportler mit der „Gurtretterstaffel“. Sowohl die Damen als auch die Herren knackten im Finale die alten Rekorde. Die Damen verbesserten ihn um 67 Hundertstelsekunden auf 01:56,63 (10. Schlussrang) und die Herren um 1.64 Sekunden auf 01:41,36 und gewannen somit das B-Finale (9. Schlussrang).

 

Medaillentausch bei Tortosa und Hendriks

Das Schweizer Team vor dem Brandneuen Olympiaschwimmbad in Den Haag (hinten von links): Pascal Stöckli, Florian Frischherz, Manuel Saxer, Stefan Megnet, Annika Lindenmeyer; (vorne von links): Daniela Reichmuth, Jasmin Freudiger, Jennifer Ehrbar, Sibylla Hardmeier, Fredi Tortosa.

In der Strandsprint-Disziplin „Beach Flags“ krönte der Katalane und schweizerisch-spanische Doppelbürger Fredi Tortosa (Barcelona) die hervorragenden Schweizer Resultate mit einer EM- Silbermedaille. In einem spektakulären „Show-down“ zwischen dem Europameister von 2011 Fredi Tortosa (CH) und dem Vizeeuropameister 2011 Robert Hendriks (NED) gewann der holländische Profisportler nur ganz knapp vor Tortosa. Mit diesem fantastischen Auftakt in die Freigewässerwettkämpfe starteten die Schweizer aus einer optimalen Ausgangslage. Das ganze Team setzte die ganze positive Energie ins Wasser und zeigte den Meeresanstösser, dass das Binnenland Schweiz im „Surf Lifesaving“ auch ein Wort mitzure-den hat. Die Schweizer Staffeln qualifizierten sich in sämtlichen Disziplinen für die A-Finals und in den Einzeldisziplinen war mindestens ein Schweizer anzutreffen.

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