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24. April 2013

Chemieunfall in Rütner Hallenbad

Ein Chemieunfall in einem Schulhallenbad hat in Rüti am Dienstagmorgen, 16. April, für ein grosses Aufgebot von Rettungskräften gesorgt. Nach ersten Erkenntnissen blieb es aber bei Reizungen, schwerer verletzt wurde niemand.

Nach 10.30 Uhr am Dienstagmorgen, 16. April, kam es gemäss ersten offiziellen Angaben im Hallenbad des Primarschulhauses Widacher an der Neuhusstrasse in Rüti zum Austritt von Ozon. Die Anwesenden Kindergartenschüler und ihre Betreuer verspürten gemäss einer Mitteilung der Kantonspolzei Zürich plötzlich Hustenreiz, weshalb die Sanität beigezogen worden ist. Ozon ist ein Gas, das in hoher Konzentration die Gesundheit gefährden kann, brandfördernd und hoch explosiv ist. Es wird in Schwimmbädern zur Aufbereitung von Badewasser verwendet.

Grossaufgebot in Bewegung gesetzt
Da man aufgrund des Ereignisortes eine grössere Zahl möglicher Betroffener befürchtete, wurde ein Grossaufgebot von Rettern in Marsch gesetzt. So rückten neben dem regionalen Rettungsdienst «Regio 144 AG» auch benachbarte Dienste und – wie immer in einem solchen Fall – eine Delegation von Schutz & Rettung Zürich aus. Die Neuhusstrasse wurde gesperrt, um die vielen Rettungsfahrzeuge aufzukolonnieren. Die medizinischen Helfer wurden unterstützt von Feuerwehren und der Polizei.
Wie viele Personen sich im Hallenbad aufhielten und wie stark diese betroffen sind konnte Polizeisprecherin Cornelia Schuoler nicht sagen. Insgesamt 16 Kinder und 4 Erwachsene wurden untersucht, unter anderem von einem Kinderarzt. Es habe bei badenden Kindern Reizungen gegeben. Schwerer verletzt sei nach ersten Erkenntnissen aber niemand, sagte Schuoler gegenüber der Nachrichtenagentur sda.


Die Kinder konnten schliesslich symptomfrei nach Hause geschickt oder den Eltern übergeben werden, schreibt die Polizei weiter. Die Primarschulpflege Rüti habe aber noch einen Elternbrief verfasst, der den Kinder mit nach Hause gegeben wurde.


Über die Ursache des Zwischenfalls liegen noch keine Angaben vor. Der Unfall wird unter anderem von Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich untersucht.


Nebst den Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr, Ambulanz und Polizei stand auch das Forensische Institut Zürich FOR mit einem Chemiefachmann im Einsatz.

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